Infrarotheizung Wand oder Decke

Soll die Infrarotheizung an der Wand oder an der Decke montiert werden?

Wenn es darum geht, eine Infrarotheizung im Raum zu platzieren, stellt sich früher oder später die zentrale Frage: Wandmontage oder Deckenmontage? Die richtige Platzierung der Infrarotheizung beeinflusst nicht nur die Wärmeverteilung, sondern auch die Effizienz des gesamten Heizsystems. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Montagearten der Infrarotheizung es gibt, worauf Sie bei der Positionierung achten sollten und wann sich welche Variante am besten eignet.

Wie funktioniert eine Infrarotheizung?

Eine Infrarotheizung arbeitet grundlegend anders als herkömmliche Konvektionsheizungen. Während klassische Heizkörper überwiegend die Raumluft erwärmen, sendet ein Infrarotpaneel Wärmestrahlung in Form von Infrarotwellen aus. Diese Infrarotstrahlen erwärmen nicht die Luft, sondern treffen direkt auf feste Objekte im Raum wie Wände, den Boden, Möbel und Personen. Dort wird die Energie aufgenommen und gleichmäßig wieder an die Umgebung abgegeben. Das Prinzip lässt sich gut mit der Sonne vergleichen: Genau wie Sonnenstrahlen einen Stein erwärmen, der die Wärme anschließend langsam wieder abgibt, funktioniert eine Infrarotheizung nach dem gleichen natürlichen Prinzip der Strahlungswärme. Durch diese direkte Wärmeübertragung entsteht eine angenehme Wärme bei gleichzeitig besserem Raumklima, da kaum Staub aufgewirbelt wird.

Wandmontage einer Infrarot Heizung

Infrarotheizung an der Wand montieren

Die Wandmontage ist die häufigste Montageart und bietet eine Infrarotheizung für Wand-Anwendungen mehrere Vorteile. Idealerweise wird die Infrarotheizung etwa 20 cm über dem Boden an einer Innenwand platziert. In dieser Position erwärmt die Strahlung den Bodenbereich davor, der die aufgenommene Wärme gleichmäßig an den Raum abgibt. So hält der Raum die Temperatur länger und es wird weniger Energie zum Nachheizen benötigt.

Ein besonders effizientes Vorgehen ist es, die Wandheizung gegenüber einer Außenwand zu positionieren. Die Infrarotstrahlung erwärmt dann die kälteabgebende Außenwand, wodurch deren Oberflächentemperatur steigt. Der Effekt: Die Wand gibt weniger Kälte an den Raum ab, Schimmelpilze haben durch die trockene, warme Wandoberfläche kaum eine Chance und Sie heizen insgesamt konstanter auf einem angenehmen Niveau.

Achten Sie bei der Montage an der Wand darauf, dass die Infrarotheizung nicht direkt hinter hohen Möbeln oder Vorhängen platziert wird, damit die Strahlung ungehindert in den Raum gelangen kann. Weitere Details zur optimalen Positionierung als Wandheizung und passende Modelle finden Sie in unserem Sortiment.

Infrarotheizung an der Decke montieren

Die Infrarotheizung Deckenmontage gewinnt zunehmend an Beliebtheit und das aus guten Gründen. Wenn Sie eine Infrarotheizung an der Decke montieren, profitieren Sie von einer besonders gleichmäßigen Wärmeverteilung, da die Strahlung von oben großflächig auf Boden, Möbel und Personen trifft. Das Ergebnis ist eine wohlige Wärme, die von Kopf bis Fuß spürbar ist.

Die Montage an der Decke hat zudem den Vorteil, dass die Wände vollständig frei bleiben. Das ist besonders in kleineren Räumen oder bei offener Raumgestaltung ein großes Plus, da die Infrarotheizung dekorativ unauffällig bleibt. Auch die Kombination mit einer LED-Beleuchtung ist bei der Deckenstrahlungsheizung eine beliebte Option, die Funktionalität und Ästhetik verbindet.

Beachten Sie allerdings, dass die Deckenhöhe den Wirkungsgrad beeinflusst. Bei Räumen mit einer Deckenhöhe über 3 Metern kann die Infrarotstrahlung den Boden weniger intensiv erreichen als bei Standardhöhen. In solchen Fällen sollte die Heizleistung in Watt entsprechend angepasst werden. In unserem ausführlichen Ratgeber zur Deckenheizung mit Infrarot erfahren Sie alles Wissenswerte zur Planung und Umsetzung.

Wand oder Decke: Direktvergleich der Montagearten

Ob die Infrarotheizung an der Wand oder an der Decke besser aufgehoben ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei einer sorgfältigen Planung berücksichtigen Sie Raumgröße, Deckenhöhe, Möblierung und den gewünschten Einsatzzweck.

Die Wandmontage eignet sich besonders gut, wenn Sie gezielt eine Außenwand erwärmen möchten, die Raumhöhe über 3 Meter beträgt oder die Infrarotheizung als dekoratives Element eingesetzt werden soll, etwa als Spiegel-, Glas- oder Bildheizung. Die Montage an der Wand ist zudem ideal, wenn ein einfacher Stromanschluss über eine normale Steckdose gewünscht ist.

Die Deckenmontage ist dann die beste Wahl, wenn Wandflächen für Regale oder andere Einrichtung genutzt werden, eine gleichmäßige Bestrahlung des gesamten Raumes gewünscht ist oder die Infrarotheizung möglichst unsichtbar integriert werden soll. Gerade über Esstischen, Arbeitsbereichen oder im Badezimmer bietet eine direkt an der Decke montierte Infrarotheizung einen hohen Komfort.

Oft macht auch eine Kombination beider Varianten Sinn. Je nach Raumaufteilung können Sie die Infrarotheizung sowohl an der Wand als auch an der Decke platzieren und so die Wärmeverteilung im Raum optimal steuern.

Beliebte Infrarotheizungen

Montage der Infrarotheizung: Was ist zu beachten?

Die Montage einer Infrarotheizung ist unkompliziert und erfordert in der Regel keinen Elektroinstallateur. Die meisten Paneele werden einfach mit der mitgelieferten Halterung befestigt und über eine Steckdose betrieben. Für die Deckenmontage wird eine spezielle Deckenhalterung benötigt, die je nach Größe und Gewicht des Heizkörpers ausgelegt ist.

Bei abgehängten Decken sind Infrarotheizungen mit Abmessungen von 60×60 cm oder 120×60 cm besonders geeignet. Wichtig ist, dass mindestens 10 cm Luftraum zwischen Paneel und Decke für die Hinterlüftung gewährleistet sind. Bei Holzdecken besteht dank der gut isolierten Rückseite moderner Infrarotpaneele keinerlei Bedenken. Die Paneele werden nur lauwarm auf der Rückseite und die Montagevorrichtung gewährleistet den notwendigen Abstand.

Für die Steuerung empfiehlt sich ein programmierbares Thermostat, das die Infrarotheizung automatisch regelt. Mit einem Smart Thermostat lassen sich Heizzeiten individuell für jeden Wochentag programmieren, sodass nur dann geheizt wird, wenn die Wärme tatsächlich benötigt wird. Das senkt die laufenden Betriebskosten erheblich.

In folgendem Video wird folgende Frage detailliert & einfach beantwortet: Wie montiere ich eine Infrarotheizung richtig?

Welche Infrarotheizung eignet sich für Wand und Decke?

Die meisten Infrarotheizungen aus unserem Sortiment sind für die Wand- und Deckenmontage geeignet. Dazu zählen Modelle aus Metall in unterschiedlichen Leistungsstufen von 200 bis 1800 Watt Leistung, Natursteinheizungen aus Keramik oder Marmor (eine Ausnahme bilden die Magma-Steinheizungen, für die keine Deckenhaltung verfügbar ist) sowie Spiegelheizungen und Glasheizungen. In unserem Online Shop finden Sie alle verfügbaren Infrarotheizungen mit detaillierten Angaben zur Montageart.

Für die richtige Dimensionierung gilt als Richtwert etwa 70 Watt pro Quadratmeter bei gut gedämmten Räumen. In einem Altbau mit weniger effektiver Dämmung kann der Bedarf auf bis zu 100 Watt pro Quadratmeter steigen. Die genaue Berechnung des individuellen Wärmebedarfs hilft Ihnen, die passende Heizleistung für Ihre Raumgröße zu ermitteln.

Kosten einer Infrarotheizung für Wand und Decke

Bei den Kosten einer Infrarotheizung wird zwischen Anschaffungskosten und Betriebskosten unterschieden. Die Anschaffung liegt je nach Modell, Größe und Ausführung zwischen 200 und 1.000 Euro pro Heizkörper. Wartungskosten entfallen bei der Infrarotheizung vollständig, da keine beweglichen Teile verbaut sind.

Die Betriebskosten hängen von der benötigten Heizleistung, der Dämmung des Raumes und dem aktuellen Strompreis ab. Bei einem Paneel mit 400 Watt und einem Strompreis von 0,30 Euro pro kWh entstehen Kosten von rund 0,12 Euro pro Betriebsstunde. Wer Ökostrom bezieht oder eine eigene Photovoltaikanlage nutzt, kann die laufenden Kosten noch weiter senken und das Heizsystem nahezu klimaneutral betreiben. Zur Unterstützung eines bestehenden Heizsystems bietet eine Infrarotheizung als Zusatzheizung eine flexible und kosteneffiziente Lösung. Einen detaillierten Überblick mit Praxisbeispielen zum Stromverbrauch finden Sie in unserem Kostenratgeber.

Einsatzorte für die Infrarotheizung im Überblick

Die Infrarotheizung eignet sich für nahezu jeden Raum. Im Badezimmer sorgt eine Infrarotheizung für ein angenehmes Raumklima und beugt durch die warme Wandoberfläche Schimmelbildung vor. Im Wohnzimmer oder Esszimmer liefert die Infrarotheizung als Hauptheizung oder als Ergänzung zum bestehenden Heizsystem wohlige Strahlungswärme. Im Schlafzimmer empfiehlt es sich, die Infrarotheizung am Fußende zu positionieren, um eine angenehme Wärme ohne direkte Bestrahlung im Kopfbereich zu gewährleisten. Auch in Büros und öffentlichen Gebäuden ist der Einsatz einer Infrarotheizung an der Decke sinnvoll, da die Heizkörper außerhalb der Reichweite von Besuchern effizient und sicher betrieben werden.

Kann man die Infrarotheizung auf eine Holzwand montieren?

Ja, die Montage auf einer Holzwand ist problemlos möglich. Die mitgelieferte Montagevorrichtung ist so konzipiert, dass genug Abstand nach hinten zur Wand gewährleistet wird. Moderne Infrarotpaneele sind auf der Rückseite gut isoliert und geben dort lediglich 35 bis 45 °C über die Materialleitung ab. Der Abstand von 1,5 bis 2 cm zur Wand sorgt für ausreichende Luftzirkulation.

Infrarotheizung in der Dachschräge installieren

Auch in Räumen mit Dachschrägen lässt sich eine Infrarotheizung effizient platzieren. Hier kann das Paneel leicht versetzt an der Schräge montiert werden, sodass die Strahlung in den Wohnbereich gerichtet ist. Achten Sie darauf, dass die Infrarotheizung nicht gegenüber einem Fenster positioniert wird, da Glas die Infrarotstrahlung reflektiert und der Wirkungsgrad dadurch sinkt.

Welches Modell ist das richtige für Sie?

Unser Ratgeber zu Test und Erfahrungsberichten von Infrarotheizungen hilft Ihnen, das passende Modell für Ihre Anforderungen auszuwählen. Ob Metallheizung, Glasheizung oder Naturstein: Entscheidend sind Raumgröße, gewünschte Montageart und Ihr individueller Wärmebedarf.

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